Deutsche Regierung erwägt verschärfte Maßnahmen gegen illegales Online-Glücksspiel
Geschrieben von Ines Keller · 8.8.2026

Deutsche Regierung erwägt verschärfte Maßnahmen gegen illegales Online-Glücksspiel

Die Bundesregierung prüft derzeit neue Schritte, um den illegalen Online-Glücksspielsektor einzudämmen, der die Steuereinnahmen aus dem regulierten Markt spürbar schmälert, obwohl der Glücksspielstaatsvertrag von 2021 Online-Aktivitäten legalisiert hat. Bis zu die Hälfte des Online-Glücksspiels, insbesondere im Casino-Bereich, läuft über unlizenzierte ausländische Anbieter, was zu einem Rückgang der Steuereinnahmen aus Online-Casinos um rund 50 Prozent in den letzten Jahren geführt hat, während landbasierte Casinos und Lotterien stabilere Ergebnisse zeigen.
Hintergründe des GlüStV und aktuelle Herausforderungen
Der Interstate Treaty on Gambling, der 2021 in Kraft trat, sollte den Markt regulieren und Kanalisierung fördern, doch Beobachter stellen fest, dass Lücken in der Durchsetzung bestehen bleiben und unlizenzierte Anbieter weiterhin aktiv sind. Daten aus offiziellen Quellen deuten darauf hin, dass der Anteil illegaler Angebote besonders bei Online-Casinos hoch ist, während andere Segmente wie Lotterien weniger betroffen erscheinen. Die Regierung plant deshalb stärkere Durchsetzungsmechanismen, einschließlich einer Aktualisierung des Vertrags, die bis 2028 verabschiedet werden soll.
Auswirkungen auf Steuereinnahmen und Marktstruktur
Statistiken zeigen einen deutlichen Rückgang bei den Steuereinnahmen aus dem regulierten Online-Casino-Bereich, der auf die Konkurrenz durch unlizenzierte ausländische Plattformen zurückgeführt wird. Landbasierte Einrichtungen und Lotterien hingegen weisen eine robustere Performance auf, was Experten auf die unterschiedliche Zugänglichkeit und Kontrolle in physischen und digitalen Segmenten zurückführen. Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, diese Lücken zu schließen und die Kanalisierung zu verbessern, indem illegale Anbieter effektiver blockiert werden.
Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht das Ausmaß: Etwa die Hälfte des Online-Glücksspiels operiert außerhalb der Lizenzpflicht, was direkte Folgen für die öffentlichen Finanzen hat. Die Regierung sieht in einer Überarbeitung des GlüStV bis 2028 eine Möglichkeit, bestehende Schwachstellen anzugehen und gleichzeitig den legalen Markt zu stärken.
Geplante Durchsetzungsstrategien und Vertragsanpassungen

Zu den vorgesehenen Schritten gehören verbesserte technische Sperren, engere Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und Anpassungen im rechtlichen Rahmen, um ausländische Anbieter besser einzubeziehen. Die Aktualisierung des Vertrags soll bis 2028 abgeschlossen sein und dabei helfen, die Kanalisierung voranzutreiben, indem Spieler stärker auf lizenzierte Angebote gelenkt werden. Behörden arbeiten daran, bestehende Lücken zu identifizieren und durch gezielte Maßnahmen zu schließen, ohne den legalen Sektor unnötig zu belasten.
Die Entwicklungen stehen im Kontext breiterer Bemühungen, den Glücksspielmarkt in Deutschland transparenter zu gestalten. Statistiken von destatis.de liefern hierzu relevante Grundlagen, die in die Planungen einfließen. Die Regierung konzentriert sich darauf, illegale Aktivitäten zu reduzieren, während gleichzeitig der Schutz von Spielern und die Steuereinnahmen im Vordergrund stehen.
Zukünftige Entwicklungen bis 2028
Die Zielsetzung für 2028 umfasst eine umfassende Reform, die nicht nur Durchsetzungsinstrumente stärkt, sondern auch Anpassungen an technologische Veränderungen berücksichtigt. Beobachter erwarten, dass diese Maßnahmen den Anteil illegaler Anbieter verringern und die Steuereinnahmen aus dem regulierten Markt stabilisieren können. Die Kombination aus rechtlichen Anpassungen und praktischen Kontrollen soll dabei helfen, die Ziele des GlüStV effektiver umzusetzen.
Fazit
Die Überlegungen der Bundesregierung zeigen, wie eng der Zusammenhang zwischen illegalem Online-Glücksspiel, Steuereinnahmen und regulatorischen Rahmenbedingungen ist. Durch die geplanten Schritte und die Vertragsaktualisierung bis 2028 sollen bestehende Probleme adressiert werden, während landbasierte und lotteriebasierte Segmente weiterhin stabile Beiträge leisten. Die Entwicklungen bleiben ein zentrales Thema für den deutschen Glücksspielmarkt in den kommenden Jahren.